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28.11.2017, 11:40 Uhr

Frank Bommert ist wieder CDU-Kreischef

Mit 60 Prozent der Stimmen ist Frank Bommert von den CDU-Mitgliedern in Oberhavel wieder zum Kreisvorsitzenden gewählt worden. Einzige Mitbewerberin um das Amt war Nicole Walter-Mundt, die Vorsitzende des Oranienburger Ortsverbandes. Der Parteitag im Bürg

 Löwenberg 

. Frank Bommert ist wieder zum Vorsitzenden der CDU Oberhavel gewählt worden. In Löwenberg gaben ihm am Sonnabend im Bürgerhaus 98 der 166 anwesenden Parteimitglieder ihre Stimme. Auf die Mitbewerberin auf das Amt, Nicole Walter-Mundt, entfielen 62 Stimmen. So wie es die Vorsitzende des Oranienburger Stadtverbandes in der Debatte vor dem Wahlgang mehrmals betont hatte, respektierte sie diese demokratische Entscheidung. Sie war die Erste, die Frank Bommert zu seiner Wiederwahl gratulierte. Steeven Bretz, Generalsekretär der Landes-CDU, wünschte sich: „Ich möchte euch beide als starkes Team sehen.“ 

  Die gesamte Debatte vor dem Wahlgang war trotz aller Versuche, die Weichen für die nächsten beiden Jahre zu stellen, zum großen Teil überschattet von den Spannungen in der CDU, nachdem ein internes Arbeitspapier der Presse zugespielt worden war. Danach soll sich Walter-Mundt mehrere Ämter hätte sichern wollen, falls Bommert wieder gewählt wird. Walter-Mundt blieb bei ihrem Kurs: Strukturveränderungen seien ganz normal. „Wir müssen uns neu aufstellen, wir sind zu wenig junge in der CDU und zu wenig Frauen.“ Man müsse darüber reden, was man besser machen könne. Von einem Vertrauensbruch sprach Ilona Friedrich, Vorsitzende des Ortsverbandes Fürstenberg. „Nicole, du hättest alles werden können, aber nicht so.“

Ulrich Strempel wurde deutlich: Ein vertrauliches Papier an die Presse zu geben, das gehe gar nicht. „Wer das gemacht hat, hat uns allen geschadet.“In seinem Rückblick, den Frank Bommert auf die letzten zwei Jahre gab, führte er unter anderem die positive Mitgliederentwicklung an, die um mehr als elf Prozent gestiegen sei. 49 Mitglieder seien neu hinzugekommen, ebenso zwei Bürgermeister in Hohen-Neuendorf und Kremmen. Auch finanztechnisch stehe die CDU Oberhavel gut da. Der Kreisverband verfügt über 43 000 Euro, die gesamte CDU mit Orts- und Stadtverbänden zusammen über 98 000 Euro. Die CDU sie noch nie so vermögend gewesen wie jetzt. „Wir können uns noch verbessern. Die nächsten Wahlen seien die wichtigsten. „Es geht nicht nur um Oberhavel, wir wollen in Brandenburg Rot-Rot ablösen“, sagte Bommert. Seine Ziele für die nächsten Jahre seien, dass die CDU 2018 den stellvertretenden Landrat und zweiten Beigeordneten stellt.

Für Veränderung in der CDU plädierte vor allem Nicole Walter-Mundt. Der Anspruch an die Politik habe sich verändert. „Die CDU wird aktuell nur noch als Koalitionspartner der SPD wahrgenommen.“ Sie möchte weiterführende Schulen erhalten und erweitern. „Die Wirtschaft kann nur stark werden, wenn wir Kinder haben.“ Und im Bürgermeisterwahlkampf habe sie gemerkt, dass sich viele Unternehmer nicht mehr gehört fühlen. „Die Bürger wollen aber ernst genommen werden.“Als Stellvertreterin des Vorsitzenden hatte sie sich bewusst nicht beworben. Als Vorsitzende des Oranienburger Ortsverbandes und der Frauenunion habe sie ohnehin Sprachrecht im Vorstand. „Es geht auch nicht um meine Person, wir müssen viel mehr an die Themen rangehen.“ Ihr Abschneiden bei der Wahl wertet sie nicht als Niederlage.

„Ich bin absolut im Reinen mit mir und mein politisches Engagement hört nicht auf.“ Sie fand gut, dass offene Diskussionen geführt wurden und viele Mitglieder gekommen waren. „Ich wünsche Frank Bommert ein gutes Händchen für seine Arbeit.“

Bommert hatte seinen Wahlsieg am Abend noch bei einem Entenbraten und Rotwein auf dem Spargelhof in Kremmen genossen. 

 

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